«Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.»
(Leo Tolstoi)

Das Fettsäurenmuster der Zellmembranen wird wesentlich von der alimentären Fettsäurenzufuhr beeinflusst. Die Fettsäurenzusammensetzung der Zellmembranen hat wiederum eine erhebliche Auswirkung auf die Sensivität der Insulinrezeptoren.

Fleisch und Wurst enthalten relativ viele gesättigte Fettsäuren. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine hohe Zufuhr gesättigter Fettsäuren die Insulinsensivität vermindert und eine Insulinresistenz fördert. (29 – 32)

Der Western-Diet-Ernährungsstil mit einer hohen Fettaufnahme und Zufuhr gesättigter Fettsäuren ist ein erheblicher Risikofaktor für eine Insulinresistenz und für den Typ 2-Diabetes. Bekanntlich führt eine Insulinresistenz zunächst zu einem Hyperinsulinismus. Chronisch erhöhte Insulinspiegel sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für verschiedene Tumorarten.

Die Anhänger der Atkins-Diät (viel Fleisch, viel Fett) begründen die angeblichen Vorteile dieser Ernährungsform damit, dass durch eine verminderte Insulinantwort eine Gewichtsreduktion erleichtert würde. Tatsächlich führen eiweißreiche Nahrungsmittel zu einer überdurchschnittlich höheren Insulinantwort, als ihrem glykämischen Index entsprechen würde (33).

 

  1. Vessby B: Diatary fat and insulin action in humans; Br J Nutr 2000 mar; 83 Suppl 1:S91-6
  2. Vessby B et al: Substituting dietary saturated for monounsaturated fat impairs insulin sensitivity in healthy men and women: The KANWU Study; Diabetologia 2001 Mar; 44(3): 312-9
  3. Van Dam RM et al: Dietary fat and meat intake in relation to risk of type 2 diabetes in men; Diabetes Care 2002 Mar; 25(3): 417-24
  4. Mann JI: Diet and risk of coronary heart disease and type 2 diabetes; Lancet 2002 Sep 7; 360(9335): 783-9
  5. Holt SH et al: An insulin index of foods: the insulin dmand generated by 1000-kJ portions of common foods; Am J Clin Nutr 1997 Nov; 66(5): 1264-76
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