«Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.»
(Albert Einstein)

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Wissenschaftler aus den USA beschäftigten sich in einem Fachartikel mit Faktoren, die die Schädlichkeit des Fleischverzehrs erklären können. Es gibt inzwischen eine ganze Anzahl von Erklärungsmodellen, warum der Fleischverzehr das Risiko für bestimmte Erkrankungen erhöht. Dazu gehören z.B. die Bildung heterozyklische Amine und polyzyklischer aromatischer Hydrocarbone, die beim Erhitzen von Fleisch entstehen und z.B. Schäden am Erbgut der Zelle ausüben können. Weitere Faktoren: der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren im Fleisch, Umweltgifte wie z.B. Pestizide, Quecksilber und Blei, ein hoher Salzgehalt von Fleischprodukten, die Bildung von Trimethylamine (TMAO). Spezifisch für das rote Fleisch sind z.B. N-Nitrosoverbindungen als Mutagene sowie das Hämeisen. Inzwischen gibt es auch Vermutungen, dass Viren aus dem Rindfleisch karzinogen wirken.

Ein sehr wichtiger Aspekt mit großem Erklärungspotential ist die Entdeckung, dass Fleischesser eine bestimmte tierische Sialinsäure, nämlich N-Glycolylneuraminsäure, auch Neu5Gc genannt, einlagern. Die Sialinsäuren kommen vor allem in Drüsensekreten sowie an den Oberflächen von Zellmembranen vor und sind wichtige Bausteine von verschiedenen Biomolekülen. Im tierischen Organismus ist Neu5Gc eine häufig vorkommende Sialinsäure. Bei Menschen ist sie aber eine Fremdsubstanz, was dazu führt, dass der menschliche Körper Antikörper gegen diese Sialinsäure bildet. Diese so genannten Xenoautoantikörper führen zu einem entzündlichen Prozess, den man in der Fachliteratur als Xenosialitis bezeichnet. Die erhöhte Entzündungsaktivität erklärt auch, dass bei einem hohen Verzehr von rotem Fleisch regelmäßig auch der Anstieg verschiedener Entzündungsmarker nachgewiesen werden kann. Der Einbau von Neu5Gc kann sowohl die Entstehung von Tumorerkrankungen wie auch die Begünstigung einer Atherosklerose erklären. Neu5Gc wird nämlich auch in menschlichen Epitel- und Endothelzellen eingebaut.

Diese Abwehrreaktion gegen Neu5Gc erklärt auch, warum der Fleischverzehr z.B. den Typ-2-Diabetes, die rheumatoide Arthritis und die Makuladegeneration begünstigt.

Referenz:
Frederico Alisson-Silva, Kunio Kawanishi, Ajit Varki: Human risk of diseases associated with red meat intake: Analysis of current theories and proposed role for metabolic incorporation of a non-human sialic acid; Molecular Aspects of Medicine, Volume 51, October 2016, Pages 16–30

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Aus dem Archiv

Verkeimtes Grillfleisch

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Das wird Grillfleisch-Liebhabern so gar nicht schmecken: In einer Lebensmitteluntersuchung wurden in zahlreichen abgepackten marinierten Grillfleischprodukten gesundheitsgefährliche MRSA-Keime entdeckt.

Die Initiative für den Lebensmitteltest ging von den Grünen aus, die in 13 Städten Proben aus verpacktem Grillfleisch von allen gängigen Supermärkten und Discountern hinsichtlich einer Keimbelastung untersuchen lies. MRSA-Keime wurden in 14 Prozent der Tests gefunden. Die Keime wurden etwa bei Schweinenackensteaks in Peffermarinade oder marinierten Putenhacksteaks nachgewiesen.

Der MRSA-Keim ist bekannt geworden, da er gegen eine große Anzahl von Antibiotika resistent ist. Experten führen diese Resistenz auf den häufigen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast und auch beim Menschen zurück.

"Die verschiedenen Keimresistenzen sind eine tickende Zeitbombe", so der agrapolitische Sprecher der Grünen, Friedrich Ostendorff. Die Bundesregierung habe bisher keine entscheidenden Maßnahmen unternommen, um den Missbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung zu stoppen.

Immer wieder werden in Fleisch- und Wurstwaren aus Supermärkten gefährliche Erreger gefunden, wie z.B. Ende Mai ESBL-Erreger in 10 von 63 Proben - Panorama berichtete darüber: http://www.n-tv.de/panorama/Neuer-resistenter-Keim-jetzt-auch-in-Wurst-article12870951.html

Referenz:
n-tv.de, 11.08.2014: Gefährliche MRSA-Keime in Grillfleisch

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