«Mitgefühl mit Tieren und ein guter Charakter sind derart eng miteinander verknüpft, daß man mit Gewißheit feststellen kann, daß niemand, der grausam gegen Tiere ist, ein guter Mensch sein kann.»
(Arthur Schopenhauer)

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Am 18. Januar wurde von der französischen Nachrichtenagentur AFP über eine Pressekonferenz in Paris berichtet. Der Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der Inder Rajendra Pachauri, rief dazu auf, weniger Fleisch zu essen, da der Fleischverzehr eine sehr klimaschädigende Angewohnheit sei. Studien hätten gezeigt, dass die Produktion von einem kg Fleisch Emissionen in der Größenordnung von 36,4 kg Co2 hervorruft.

„Früher hätte sich das IPCC davor gefürchtet, dies so auszusprechen, jetzt aber haben wir es so gesagt.“

Neben seiner Empfehlung kein Fleisch zu essen, empfahl Pachauri auch noch andere Veränderungen der Lebensgwohnheiten. Man sollte nicht wegen 500 Metern ins Auto springen, sondern ein Fahrrad benutzen oder zu Fuß gehen. Außerdem wäre es hilfreich, wenn wir nicht ständig Dinge kaufen würden, bloß weil sie verfügbar seien. Er forderte die Konsumenten dazu auf, nur das zu erwerben, was sie wirklich bräuchten.

Rajendra Pachauri ist zeitlebens Vegetarier und führt nach seinen Angaben einen bescheidenen Lebensstil.


Kommentar:
Wie so oft werden vegetarierfreundliche und fleischkritische Äußerungen und Fakten in der deutschsprachigen Presse kaum oder nicht beachtet – abgesehen von einigen wenigen Hinweisen in Hompages von Vegetarierverbänden. Pachauri ist immerhin Vorsitzender einer der wichtigsten Uno-Organisationen und zudem Friedensnobelpreisträger 2007.

Ist denn bei uns tatsächlich die Fleischindustrie so mächtig, oder geht Fleischessen tatsächlich über alles?

Referenz:
ABC News, 16. Jan. 2008: Lifestyle changes can curb climate change: IPCC chief

 

 

Archiv - Meldungen

Aus dem Archiv

Fische in NRW mit Quecksilber kontaminiert

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Nahezu alle Fische in den Gewässern von Nordrhein-Westfalen sind mit Quecksilber belastet. Nach amtlich durchgeführten Untersuchungen erreichten die meisten Fischproben die bundesweite Qualitätsnorm gegen Quecksilberbelastung nicht. Lediglich 14 von 866 Proben konnten der Bio-Norm zugeordnet werden. Der NRW-Umweltminister Johannes Remmel ist besorgt und fordert dringend schärfere Vorgaben.

Bislang seien lebensmittelrechtliche Grenzwerte gegen akute Gesundheitsgefahren noch nicht überschritten worden. Das Ergebnis wird dennoch als besorgniserregend angesehen, da Fisch ein Indikator für langfristige Risiken darstellt. Quecksilber ist ein starkes Nervengift, was insbesondere bei Ungeborenen und Kleinkindern zu starken Hirnschäden führen kann. Aber auch bei Erwachsenen kann eine Quecksilberbelastung Nervenschäden verursachen, außerdem steht Quecksilber im Veracht, krebserregend zu sein.

Das Quecksilber gelangt hauptsächlich über den Ausstoß von Kohlekraftwerken in die Gewässer. Nach einer Studie des NRW-Ministeriums sind in Nordrhein-Westfalen die Kohlekraftwerke für 75 Prozent des Quecksilberausstoßes verantwortlich.

Referenz:
welt.de, 01.04.2016: Fische aus NRW stark mit Quecksilber belastet

 

 

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