«Wie kann man nur irgend etwas essen, das Augen hat!»
(Will Kellogg)

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Am 18. Januar wurde von der französischen Nachrichtenagentur AFP über eine Pressekonferenz in Paris berichtet. Der Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der Inder Rajendra Pachauri, rief dazu auf, weniger Fleisch zu essen, da der Fleischverzehr eine sehr klimaschädigende Angewohnheit sei. Studien hätten gezeigt, dass die Produktion von einem kg Fleisch Emissionen in der Größenordnung von 36,4 kg Co2 hervorruft.

„Früher hätte sich das IPCC davor gefürchtet, dies so auszusprechen, jetzt aber haben wir es so gesagt.“

Neben seiner Empfehlung kein Fleisch zu essen, empfahl Pachauri auch noch andere Veränderungen der Lebensgwohnheiten. Man sollte nicht wegen 500 Metern ins Auto springen, sondern ein Fahrrad benutzen oder zu Fuß gehen. Außerdem wäre es hilfreich, wenn wir nicht ständig Dinge kaufen würden, bloß weil sie verfügbar seien. Er forderte die Konsumenten dazu auf, nur das zu erwerben, was sie wirklich bräuchten.

Rajendra Pachauri ist zeitlebens Vegetarier und führt nach seinen Angaben einen bescheidenen Lebensstil.


Kommentar:
Wie so oft werden vegetarierfreundliche und fleischkritische Äußerungen und Fakten in der deutschsprachigen Presse kaum oder nicht beachtet – abgesehen von einigen wenigen Hinweisen in Hompages von Vegetarierverbänden. Pachauri ist immerhin Vorsitzender einer der wichtigsten Uno-Organisationen und zudem Friedensnobelpreisträger 2007.

Ist denn bei uns tatsächlich die Fleischindustrie so mächtig, oder geht Fleischessen tatsächlich über alles?

Referenz:
ABC News, 16. Jan. 2008: Lifestyle changes can curb climate change: IPCC chief

 

 

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Aus dem Archiv

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Noch sind es etwa "nur" 6000 Menschen, die jährlich in Deutschland an den Folgen multiresistenter Keime sterben. Im Jahr 2050 könnten aber den multiresistenten Keimen genauso viele Menschen zum Opfer fallen, wie an Krebs. Das prognostizierte eine Wissenschaftlerin der Umweltmedizin der Berliner Charité im Juni 2015.

Jetzt haben Wissenschaftler bei Untersuchungen an Schweinen und Hühnern in Südchina bei fünf Prozent der Tiere ein Gen entdeckt, das Keime resistent gegen Antibiotika macht. Damit kann die Einschätzung der Wissenschaftlerin über die Prävalenz im Jahre 2050 bittere Wahrheit werden. Es handelt sich bei dem identifizierten Gen, das gegenüber Krankheitskeimen immun ist, um das Gen MCR-1. Auffallend war, dass die Tiere vermehrt mit resistenten Formen des Darmbakteriums Escherichia coli (E. coli) infiziert waren, und das Antibiotikum Colistin unwirksam war. Daraufhin schauten die Wissenschaftler genauer hin und stellten fest, dass alle entsprechenen Keime Plasmide mit dem Gen MCR-1 in sich trugen. Das Gen bewirkt, dass ganze Antibiotikafamilien gegen multiresistente Keime resistent sind, also auch gegen Polymyxine.  

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