«Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du. Das Tier hat Freude und Schmerz wie du. Das Tier hat einen Hang zum Sterben wie du. Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.»
(Peter Rosegger)

 

Goldforelle Luedi pixelio.de

 

Jahrelang wurde der Verzehr von Fisch und die Einnahme von Fischölkapseln als positiv für die Herzgesundheit angepriesen. Die Fettsäuremuster der Fische mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren soll das Cholesterin senken, die Blutgefäße geschmeidig halten und letztlich Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen.

Als Beweis dienen seit Jahrzehnten Aussagen aus Fachartikeln mit dem Hinweis, dass Eskimos, bei denen ja vorwiegend Fisch, Wal und Seehund auf dem Speiseplan stehen, seltener an Herzkrankheiten und Schlaganfall leiden würden. Jetzt kam ein kanadisches Forscherteam unter Federführung von Dr. Georg Fodor dahinter, dass die "Eskimohypothese" keinerlei wissenschaftliches Fundament hat: In Grönland wurde die Häufigkeit über das Auftreten von Herzerkrankungen nie untersucht. Außerdem sind in den Studien die Ernährungsgewohnheiten von nur sieben Eskimos erfasst worden.

Das Forscherteam hat jetzt fundierte medizinische Daten der vergangenen vier Jahrzehnte zusammengetragen die belegen, dass Eskimos genauso häufig an Herzerkrankungen leiden wie die Europäer und Nordamerikaner, und dass sie sogar öfter an Schlaganfall sterben. Auch sterben die Bewohner nördlich des Polarkreises im Schnitt 10 Jahre früher als die Einwohner in Dänemark.

Anmerkung:
Es ist unglaublich, wie hartnäckig haltlose Studien über Jahrzehnte dafür herhalten können, wenn ein Produkt partout vermarktet werden soll.

Referenz:
süddeutsche.de, 03.05.2014: Mär aus dem Meer

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Aus dem Archiv

Fleischernährung fördert Übergewicht

apfel RainerSturm pixelio 200

Übergewicht ist die häufigste Form der Fehlernährung in den westlichen Industriestaaten. Kennzeichen ist ein erhöhtes Körpergewicht und eine Zunahme des Fettgewebes. Bei der Beurteilung, was Normalgewicht und Übergewicht ist, hat sich international der Body-Mass-Index (BMI) durchgesetzt. Der BMI berechnet sich als Quotient aus Körpergewicht in Kilogramm und Quadrat der Körpermenge in Metern. Beispiel: Bei 70 kg Körpergewicht und 1,65 m Körpergröße ergibt sich 70 geteilt durch 1,65 x 1,65 = 25,7.

Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht, ab einem BMI von 30 von Adipositas. In der Bundesrepublik Deutschland ist jeder zweite Bürger übergewichtig und jeder fünfte adipös. Auch bei Kindern und Jugendlichen nimmt das Übergewicht rasant zu, jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche sind derzeit übergewichtig. Die Zunahme von Übergewicht und Adipositas findet weltweit statt und ist nicht nur auf die Industrieländer beschränkt. Inzwischen wird das Übergewicht von der WHO als wichtigstes Gesundheitsproblem und als Ausgangspunkt für chronische Erkrankungen angesehen.

Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches und ästhetisches Problem, sondern geht mit erheblichen gesundheitlichen Risiken und Symptomen einher, die von den Betroffenen und auch von den Ärzten häufig nicht als behandlungsbedürftig wahrgenommen werden.

Warum sind Übergewicht und vermehrtes Fettgewebe eigentlich ungesund?

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