«Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müßte, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.»
(Christian Morgenstern)

Fisch- und Krustentiere aus Zuchtanlagen sind erheblich mit antimikrobiellen Medikamenten belastet.
Das ist das Prüfungsergebnis der Bundesregierung, die eine Untersuchungsreihe im Rahmen des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel durchführen ließ, so ein Bericht vom Spiegel.

Ausgewertet wurden Laborproben von Lachsen, Forellen und Shrimps aus Aquakulturen der Jahre 2005 bis Ende März 2015. In 183 Fällen stellten die Prüfer pharmakologisch wirksame Stoffe fest. Insbesondere häufig wurden Rückstände der Fischarznei Malachitgrün gefunden, einem Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Aber auch Antibiotika und Antiseptika konnten nachgewiesen werden. In deutschen Proben von Krustentieren konnten letztere Stoffe 306 Mal ermittelt werden.

Insgesamt wurden in sechs Prozent der untersuchten Fisch- und Krustentierproben Arzneimittel gefunden. Der Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer von Bündnis 90/Die Grünen schlägt Alarm und warnt vor dem illegalen Einsatz von Medikamenten im Futter. "Dieser Masseneinsatz von Arzneien sorgt für Resistenzen und gefährdet die Gesundheit von Menschen", so Krischer.

Referenz:
Spiegel.de, 01.05.2015: Lebensmittel: Fische aus Zuchtanlagen stark mit Medikamenten belastet

 

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