«Fleischessen ist unprovozierter Mord.»
(Benjamin Franklin)

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Nahezu alle Fische in den Gewässern von Nordrhein-Westfalen sind mit Quecksilber belastet. Nach amtlich durchgeführten Untersuchungen erreichten die meisten Fischproben die bundesweite Qualitätsnorm gegen Quecksilberbelastung nicht. Lediglich 14 von 866 Proben konnten der Bio-Norm zugeordnet werden. Der NRW-Umweltminister Johannes Remmel ist besorgt und fordert dringend schärfere Vorgaben.

Bislang seien lebensmittelrechtliche Grenzwerte gegen akute Gesundheitsgefahren noch nicht überschritten worden. Das Ergebnis wird dennoch als besorgniserregend angesehen, da Fisch ein Indikator für langfristige Risiken darstellt. Quecksilber ist ein starkes Nervengift, was insbesondere bei Ungeborenen und Kleinkindern zu starken Hirnschäden führen kann. Aber auch bei Erwachsenen kann eine Quecksilberbelastung Nervenschäden verursachen, außerdem steht Quecksilber im Veracht, krebserregend zu sein.

Das Quecksilber gelangt hauptsächlich über den Ausstoß von Kohlekraftwerken in die Gewässer. Nach einer Studie des NRW-Ministeriums sind in Nordrhein-Westfalen die Kohlekraftwerke für 75 Prozent des Quecksilberausstoßes verantwortlich.

Referenz:
welt.de, 01.04.2016: Fische aus NRW stark mit Quecksilber belastet

 

 

Archiv - Meldungen

Aus dem Archiv

Verkeimtes Grillfleisch

Grillfleisch Rainer Sturm pixelio 470

Das wird Grillfleisch-Liebhabern so gar nicht schmecken: In einer Lebensmitteluntersuchung wurden in zahlreichen abgepackten marinierten Grillfleischprodukten gesundheitsgefährliche MRSA-Keime entdeckt.

Die Initiative für den Lebensmitteltest ging von den Grünen aus, die in 13 Städten Proben aus verpacktem Grillfleisch von allen gängigen Supermärkten und Discountern hinsichtlich einer Keimbelastung untersuchen lies. MRSA-Keime wurden in 14 Prozent der Tests gefunden. Die Keime wurden etwa bei Schweinenackensteaks in Peffermarinade oder marinierten Putenhacksteaks nachgewiesen.

Der MRSA-Keim ist bekannt geworden, da er gegen eine große Anzahl von Antibiotika resistent ist. Experten führen diese Resistenz auf den häufigen Einsatz von Antibiotika in der Tiermast und auch beim Menschen zurück.

"Die verschiedenen Keimresistenzen sind eine tickende Zeitbombe", so der agrapolitische Sprecher der Grünen, Friedrich Ostendorff. Die Bundesregierung habe bisher keine entscheidenden Maßnahmen unternommen, um den Missbrauch von Antibiotika in der Massentierhaltung zu stoppen.

Immer wieder werden in Fleisch- und Wurstwaren aus Supermärkten gefährliche Erreger gefunden, wie z.B. Ende Mai ESBL-Erreger in 10 von 63 Proben - Panorama berichtete darüber: http://www.n-tv.de/panorama/Neuer-resistenter-Keim-jetzt-auch-in-Wurst-article12870951.html

Referenz:
n-tv.de, 11.08.2014: Gefährliche MRSA-Keime in Grillfleisch

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