«Der menschliche Magen ist kein Friedhof für Tiere.»
(Nina Hagen)

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Nahezu alle Fische in den Gewässern von Nordrhein-Westfalen sind mit Quecksilber belastet. Nach amtlich durchgeführten Untersuchungen erreichten die meisten Fischproben die bundesweite Qualitätsnorm gegen Quecksilberbelastung nicht. Lediglich 14 von 866 Proben konnten der Bio-Norm zugeordnet werden. Der NRW-Umweltminister Johannes Remmel ist besorgt und fordert dringend schärfere Vorgaben.

Bislang seien lebensmittelrechtliche Grenzwerte gegen akute Gesundheitsgefahren noch nicht überschritten worden. Das Ergebnis wird dennoch als besorgniserregend angesehen, da Fisch ein Indikator für langfristige Risiken darstellt. Quecksilber ist ein starkes Nervengift, was insbesondere bei Ungeborenen und Kleinkindern zu starken Hirnschäden führen kann. Aber auch bei Erwachsenen kann eine Quecksilberbelastung Nervenschäden verursachen, außerdem steht Quecksilber im Veracht, krebserregend zu sein.

Das Quecksilber gelangt hauptsächlich über den Ausstoß von Kohlekraftwerken in die Gewässer. Nach einer Studie des NRW-Ministeriums sind in Nordrhein-Westfalen die Kohlekraftwerke für 75 Prozent des Quecksilberausstoßes verantwortlich.

Referenz:
welt.de, 01.04.2016: Fische aus NRW stark mit Quecksilber belastet

 

 

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Aus dem Archiv

Tod durch multiresistente Keime: bald so häufig wie durch Krebs?

Noch sind es etwa "nur" 6000 Menschen, die jährlich in Deutschland an den Folgen multiresistenter Keime sterben. Im Jahr 2050 könnten aber den multiresistenten Keimen genauso viele Menschen zum Opfer fallen, wie an Krebs. Das prognostizierte eine Wissenschaftlerin der Umweltmedizin der Berliner Charité im Juni 2015.

Jetzt haben Wissenschaftler bei Untersuchungen an Schweinen und Hühnern in Südchina bei fünf Prozent der Tiere ein Gen entdeckt, das Keime resistent gegen Antibiotika macht. Damit kann die Einschätzung der Wissenschaftlerin über die Prävalenz im Jahre 2050 bittere Wahrheit werden. Es handelt sich bei dem identifizierten Gen, das gegenüber Krankheitskeimen immun ist, um das Gen MCR-1. Auffallend war, dass die Tiere vermehrt mit resistenten Formen des Darmbakteriums Escherichia coli (E. coli) infiziert waren, und das Antibiotikum Colistin unwirksam war. Daraufhin schauten die Wissenschaftler genauer hin und stellten fest, dass alle entsprechenen Keime Plasmide mit dem Gen MCR-1 in sich trugen. Das Gen bewirkt, dass ganze Antibiotikafamilien gegen multiresistente Keime resistent sind, also auch gegen Polymyxine.  

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