«Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du. Das Tier hat Freude und Schmerz wie du. Das Tier hat einen Hang zum Sterben wie du. Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.»
(Peter Rosegger)

Ende Mai erschien in dem wissenschaftlichen Internetfachmagazin „PloS one“ ein von italienischen Wissenschaftlern verfasster Artikel. Die Hypothese, die hinter der Studie stand, basierte auf der Beobachtung, dass Vegetarier und Veganer häufig aus ethischen Gründen tierische Produkte meiden. Man könnte also vermuten, dass Vegetarier und Veganer ein größeres Mitgefühl gegenüber Tierleid aufweisen. Dies wurde bei 20 Mischköstlern, 19 Vegetariern und 21 Veganern in einer Kernspintomographie-Studie untersucht.

Die Abbildung der Hirnaktivität mittels Kernspintomographie ist inzwischen ein weit verbreitetes Verfahren in der psychologischen Grundlagenforschung. Den Versuchsteilnehmern wurden verschiedene Bilder über das Leid von Tieren, das Leid von Menschen und so genannte neutrale Bilder, z.B. Landschaften, gezeigt. Während des Betrachtens der Bilder wurde die Hirnaktivität abgebildet. Die erste Haupterkenntnis dieser Studie war, dass Veganer und Vegetarier eine höhere Aktivierung von Mitgefühl-Hirnzentren zeigten, wenn sie mit dem Leid von Tieren und Menschen konfrontiert wurden. Beim Betrachten von Tierleid wurden bei Veganern und Vegetariern, im Gegensatz zu Mischköstlern, auch zusätzliche Hirnregionen aktiviert. Diese Hirnregionen könnte man vorsichtig mit dem Selbstwertgefühl in Verbindung setzen.

In dieser Studie wurde erstmals nachgewiesen, dass verschiedene Ernährungsgewohnheiten, denen meist auch unterschiedliche Wertvorstellungen zugrunde liegen, auch zu einer unterschiedlichen Aktivierung von Hirnregionen führen. Interessanterweise bestehen bei den kernspintomopraphischen Bildern auch zwischen Vegetariern und Veganern deutliche Unterschiede.

Referenzen:
Massimo Filippi et al: The brain functional networks associated to human and animal suffering difer among omnivores, vegetarians and vegans; PloS One. 2

Aus dem Archiv

Plastikreste in Speisefischen

Plastikflasche 470

Biologen vom Alfred-Wegener-Institut  in Bremerhaven haben in einer Untersuchung nachgewiesen, dass Plastikreste inzwischen auch im Kabeljau und in Makrele nachweisbar sind. Wenn Kunststoff zerfällt, entsteht Mikroplastik, d.h. nur wenige Millimeter große Partikel. Diese Mikroplastikpartikel werden auch von Fischen wie Makrelen, Flundern, Heringen, Dorschen etc. aufgenommen, wobei die Makrele offensichtlich häufiger Mikroplastik verschluckt als in Bodennähe lebende Fische. Über die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Plastikaufnahme gibt es noch keine verbindlichen Aussagen. Leicht denkbar ist jedoch, dass sich im Darm des Fisches schädliche Chemikalien aus dem Kunststoff lösen und dadurch in den Körper des Tieres gelangen könnten.

Referenz:
welt.de, 11.01.2016: Forscher weisen Plastikreste in Speisefischen nach.

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