«Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist.»
(Leo Tolstoi)

Wissenschaftler der Universität von Texas verglichen die Ernährungsgewohnheiten von 884 Patienten mit Blasentumoren mit einer entsprechenden Kontrollgruppe. In der Gruppe mit dem höchsten Verzehr an rotem Fleisch lag das Risiko für die Entstehung einer Blasenkrebserkrankung um 50 Prozent über dem der Personen, die selten rotes Fleisch aßen.
Vor allem die Ernährung mit Steaks, Koteletts und mit gebratenem Speck erwies sich als kritisch, aber auch der Verzehr von scharf erhitztem Hühnerfleisch und Fisch. Die Wissenschafter vermuten, dass für die Erhöhung des Blasenkrebsrisikos die heterozyklischen aromatischen Amine verantwortlich sind. Diese Substanzen bilden sich ab einer Temperatur von 220 Grad verstärkt bei der Zubereitung von Muskelfleisch.

Referenz:
Spiegel-online: Scharf gebratenes Fleisch unter Tumor-Verdacht; 20. April 2010

Aus dem Archiv

Schützt die vegetarische Ernährung vor Prostatakrebs?

Das Prostatakarzinom ist das zweithäufigste Karzinom bei Männern und für 27 Prozent aller neu auftretenden Tumorerkrankungen verantwortlich. Bei männlichen Teilnehmern der Adventist Health Study-2 wurde das Auftreten des Prostatakarzinoms mit den Ernährungsgewohnheiten in Beziehung gesetzt. Eine vegane Kost zeigte einen statistisch signifikanten Schutzeffekt gegen das Prostatakarzinom, wobei dies bei hellhäutigen Männern stärker ausgeprägt war als bei Männern mit dunkler Hautfarbe.

Referenz:
Tantamango-Bartley Y, Knutsen SF et al.: Are strict vegetarians protected against prostate cancer? Am J Clin Nutr. 2016 Jan;103(1):153-60.

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