«Ich hege keinen Zweifel darüber, daß es ein Schicksal des Menschengeschlechts ist, im Verlaufe seiner allmählichen Entwicklung das Essen von Tieren hinter sich zu lassen.»
(Henry David Thoreau)

Aufgrund mehrerer Studien ist die Annahme naheliegend, dass eine hohe Zufuhr von Hämeisen durch den Verzehr von rotem Fleisch mit einem erhöhten Risiko für das Colonkarzinom assoziiert ist. Allerdings war bisher noch nicht klar, wie dieser Effekt zustande kommt. Japanische Forscher untersuchten in einer Studie, inwieweit Hämeisen DNA-Schäden und eine Zellproliferation durch die Bildung von Wasserstoffperoxid hervorruft.
In der Studie wurde ein Hemmstoff der Hämoxigenase eingesetzt, dadurch konnte das Hämeisen keine DNA-Schäden und ungehemmtes Zellwachstum mehr in den Darmzellen erzeugen. Das Ergebnis dieser Untersuchung konnte also zeigen, dass Hämeisen die erwähnten Schäden durch die Bildung von Wasserstoffperoxid hervorruft. Dies wiederum könnte eine sehr gute Erklärung dafür sein, weshalb eine hohe Zufuhr von Hämeisen (im roten Fleisch) das Risiko für Darmkrebs erhöht.

Referenz:
Ishikawa SI et al.: Heme induces DNA damage and hyperproliferation of colonic epithelial cells via hydrogen peroxide produced by heme oxygenase: A possibile mechanism of heme-induced colon cancer; Mol Nutr Food Res. 2010 Jan 28.

Aus dem Archiv

Fleischverzehr und entzündliche Darmerkrankungen

Wissenschaftler aus China untersuchten im Rahmen einer Metaanalyse den Zusammenhang zwischen dem Fleischverzehr und dem Risiko für entzündliche Darmerkrankungen.
In die Metaanalyse wurden neuen Studien einbezogen. Im Vergleich zu den Personen, die kein oder selten Fleisch aßen, hatten Fleischesser ein signifikant größeres Risiko für entzündliche Darmerkrankungen.

Referenz:
Ge J, Han TJ et al.: Meat intake and risk of inflammatory bowel disease: A meta-analysis; Turk J Gastroenterol. 2015 Nov;26(6):492-7.

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