«Ich hege keinen Zweifel darüber, daß es ein Schicksal des Menschengeschlechts ist, im Verlaufe seiner allmählichen Entwicklung das Essen von Tieren hinter sich zu lassen.»
(Henry David Thoreau)

Wissenschaflter aus China haben die Schadstoffbelastungen bei Patientinnen untersucht, denen Leiomyome des Uterus entfernt worden waren. Ziel der Studie war zu untersuchen, ob die Aufnahme von Umweltgiften mit dem Auftreten dieser Tumorart zusammenhängt. Dazu wurden bei Patientinen mit Leiomyomen sowohl sub-cutanes wie auch viszerales Fett entnom-men. Bei einer Kontrollgruppe nur subcuta-nes Fett im Rahmen einer Fettabsaugung.

Es wurden verschiedene Umweltgifte bestimmt, darunter die Schwermetalle Arsen, Cadmium, Blei und Quecksilber sowie Kohlenwasserstoff-Verbindungen (wie DDTs, HCHs, PCBs). Viele Umweltgifte haben einen östrogenartigen Effekt und stehen deshalb in Verdacht, östrogenabhängige Tumore zu fördern. Bei den Patienten mit Leiomyomen wurde eine höhere Konzentration von vielen der gemessenen Schadstoffe nachgewiesen als bei den Kontroll-Personen. Die Anreicherung von Schadstoffen im Organismus korreliert positiv mit dem Verzehr von Seafood, d.h. von Nahrungsmitteln, die aus dem Meer stammen, z.B. Fische, Meeresfrüchte, Algen etc.
Die Autoren der Studie empfehlen, dass Frauen die Aufnahme von Umweltgiften so gut wie möglich vermindern sollten. Insbesondere sollten bestimmte Fischarten selten verzehrt werden, z.B. Thunfisch, Schwertfisch und Schalentiere, die dafür bekannt sind, Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle anzureichern.

Referenz:
Yan Yan Quin et al.: Persistent organic pollutants and heavy metals in adipose tissues of patients with uterine leiomyomas and the association for these pollutants with seafood diet, BMI, and age; Environmental Science and Pollution Resarch.

Aus dem Archiv

Proteinaufnahme und Risiko für Typ-2-Diabetes

Forscher aus Australien begleiteten 21.523 Teilnehmer der Melbourne Collaborative Cohort Study über einen Zeitraum von 17 Jahren hinsichtlich der Entstehung von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tumorerkrankungen.

Außerdem führten sie eine Metaanalyse über bereits 10 veröffentlichte Studien der erwähnten Kohorte durch. Sie konnten nachweisen, dass eine höhere Aufnahme von Gesamteiweiß und tierischem Protein das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhte, während eine hohe Zufuhr pflanzlicher Proteine mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert war.

Referenz:
Xianwen Shang, David Scott: Dietary protein intake and risk of type 2 diabetes: results from the Melbourne Collaborative Cohort Study and a meta-analysis of prospective studies; First published September 14, 2016, doi: 10.3945/ajcn.116.140954

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