«Die industrielle Fließbandhaltung von Tieren ist zweifelsohne eines der dunkelsten, schandhaftesten Kapitel der menschlichen Kultur.»
(Konrad Lorenz)

Proteinreiche Ernährungsformen sind derzeit zur Gewichtsreduktion und angeblichen Verringerung von kardiovaskulären Risikofaktoren recht beliebt. Es gab bis Dato aber keine Daten über psychiatrisch relevante Effekte dieser Ernährungsform. U.S-Wissenschaftler untersuchten mit Hilfe von Daten von NHANES, welchen Einfluss die Proteinaufnahme auf die Stimmungslage hatte.

Dabei wurde ein signifikanter Unterschied bei den Geschlechtern beobachtet. Bei Frauen führte eine erhöhte Proteinzufuhr zu einem stark erhöhten Risiko für schwere Depressionen, bei Männern hatte eine hohe Proteinzufuhr eher einen protektiven Effekt.

Referenz:
Wolfe AR et al.: Dietary protein and protein-rich food in relation to severely depressed mood: A 10 year follow-up of a national cohort; Prog Neuropsychopharmacol Biol Psychiatry; 2011 Jan 15; 35(1): 232-8





Aus dem Archiv

Einfluss einer veganen Ernährung auf Blutfettwerte

Wissenschaftler der medizinischen Universität von Danzig untersuchten den Effekt einer veganen Kost auf das Lipidprofil im Serum unter besonderer Berücksichtigung von HDL-typischen Parametern. An der Studie nahmen 21 Mischköstler und 21 Veganer teil. Im Vergleich zu den Mischköstlern hatten die Veganer niedrigere Parameter bezüglich Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin, Nicht-HDL-Cholesterin, apoB und Phospholipiden. Der apoB/apoA1-Quotient war bei den Veganern niedriger als bei den Mischköstlern. Dies signalisiert einen günstigen Effekt der veganen Kost bezüglich des Cholesterintransports.

Bei den Triglyceriden gab es keinen Unterschied zwischen Mischköstlern und Veganern. Es zeigten sich auch keine Unterschiede in der Zusammensetzung des HDL-Cholesterins.

Referenz:
Kuchta A, Lebiedzińska A et al.: Impact of plant-based diet on lipid risk factors for atherosclerosis; Cardiol J. 2016 Jan 18. doi: 10.5603/CJ.a2016.0002.

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