«Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müßte, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.»
(Christian Morgenstern)

Fettreiche und kohlenhydratarme Ernährungsformen zur Gewichtsreduktion sind gerade in Mode. In einer Studie wurde untersucht, inwieweit ansteigende Plasmakonzentrationen der freien Fettsäuren zu Veränderungen von Herz und Gehirn bei gesunden Versuchspersonen führten.

Dazu erhielten männliche Versuchspersonen fünf Tage lang entweder eine fettreiche Kost (75 Prozent Fettkalorien) oder eine
isokalorische Standardkost (23 Prozent Fettkalorien). Die fettbetonte Kost führte zu einem deutlichen Anstieg der Fettsäurekonzentrationen und verschlechterte den Energiestoffwechsel des Myokards. In kognitiven Tests zeigte sich eine Störung von Aufmerksamkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Stimmung nach der fettbetonten Ernährungsform.

Referenz:
Cameron J Holloway: A high-fat diet impairs cardiac high-energy phosphate metabolism and cognitive function in healthy human subjects; American Society for Nutrition; January 6, 2011


Aus dem Archiv

Wasserqualität wird schlechter

Wie die Nachrichtenagentur DPA am 14.07.2015 berichtete, verschlechtert sich die Grundwasserqualität in Deutschland. Dies wird vor allen Dingen durch Nitrate, intensive Landwirtschaft und Medikamentenrückstände bedingt. Wie der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft berichtet, sind die Nitratwerte im Grundwasser in vielen Regionen angestiegen. Mehr als ein Viertel der etwa tausend Grundwasserkörper entsprechen nicht mehr dem von der EU geforderten guten Zustand. 43 Prozent der Grundwässer weisen bereits Nitratgehalte zwischen 25 und 50 mg/l auf. Viele Wasserversorger können den Nitratgrenzwert von 50 mg/l nur durch das Zumischen mit unbelastetem Wasser unterschreiten.

Hauptgründe für die Nitratbelastung sei eine Verzögerung bei der Nitratreduzierung, z.B. eine Blockierung der Änderung der Düngeverordnung. Außerdem gibt es in Deutschland nach wie vor einen Gülletourismus aus Holland, Dänemark und Belgien. Selbst wenn ab sofort kein Nitrat mehr in die Böden gelangt, kann es Jahrzehnte dauern, bis der Nitratgehalt im Grundwasser wieder sinkt.

Referenz:
handelsblatt.com: Nitrate und Arzneispuren: Die Qualität des Wassers sinkt. dpa, 14.07.2015, © 2015 Handelsblatt GmbH

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