«Ich bin bekennender Vegetarier. Es liegt daran, daß ich den Schmerz der Tiere wirklich nicht ertragen kann. Denn die Tiere sind unsere Freude, unsere Freunde, unsere Brüder und Schwestern.»
(Kaya Yanar)

Vor kurzem wurde die Vermutung geäußert, dass Colibakterien, die Harnwegsinfekte hervorrufen, aus dem Fleisch und von Tieren stammen. Dänische Wissenschaftler untersuchten diesen Verdacht in einer Studie. Dabei zeigte sich, dass die Colistämme von verschiedenen Tierarten, z.B. von Hühnern und Schweinen, sehr genau mit den Erregerstämmen übereinstimmten, die in Urinkulturen und Blasenkulturen von Menschen nachgewiesen wurden.

Die Studie zeigte also einen klonalen Zusammenhang zwischen E. Coli aus Fleisch und aus dem menschlichen Organismus. Dies ist ein solider Beweis dafür, dass Harnwegsinfekte Zoonosen sind. Die Verbreitung der Colistämme dürfte von kontaminiertem Fleisch ausgehen.


Kommentar:
Das bedeutet allerdings nicht, dass Vegetarier keine Harnwegsinfektionen mit Colibakterien bekommen können, da ja Gemüsepflanzen sehr häufig mit Gülle und weiteren Derivaten gedüngt werden.

Referenz:
Jakobsen L et al.: Is Escherichia coli urinary tract infection a zoonosis? Proof of direct link with production animals and meat; Eur Clin Microbiol Infect Dis. 2011 Oct 28

Aus dem Archiv

Stärke wichtig für das Gehirn

Seit vielen Jahren erfreut sich ja die sogenannte Steinzeitdiät wachsender Beliebtheit bei gleichzeitiger Ablehnung des Kohlenhydratkonsums. Es gibt die Ansicht, mehr Fleisch habe den Menschen früher das größere Gehirn ermöglicht. Wissenschaftler aus Spanien haben jetzt völlig andere Argumente publiziert. Verschiedene archäologische, anthropologische, genetische, physiologische und anatomische Details würden darauf hindeuten, dass Kohlenhydrate, insbesondere Stärke, einen wichtigen Anteil an der schnellen Entwicklung des menschlichen Gehirns hatte. Den Forschern zufolge ist Stärke die beste Quelle für Glucose. Die zentrale Bedeutung der Stärke werde auch dadurch unterstrichen, dass das Enzym Amylase im Menschen durchschnittlich gleich sechsmal im Erbgut codiert ist. Dieser Zuwachs an Amylasegenen erhöhte die für das Gehirn verfügbare Glucose, insbesondere während der Entwicklung im Mutterleib.

Referenz:
scinexx.de, 07.08.2015: Frühmenschen: Schlau durch Stärke?

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