«Ich besitze selbst viele Tiere und liebe sie über alles. Wie könnte ich dann ihr Fleisch essen? Seit ich 20 Jahre alt bin, habe ich keinen Bissen Fleisch mehr angerührt.»
(Michael Jackson)

Wissenschaftler des Imperial College London untersuchten in einer Metaanalyse von prospektiven Studien den Zusammenhang zwischen Darmkrebs und Fleischverzehr. Eine hohe Zufuhr von rotem Fleisch und von Fleischprodukten war erwartungsgemäß mit einem signifikant erhöhten Risiko für das Kolorektalkarzinom und das Rektalkarzinom assoziiert. Die Evidenz dieser Metaanalyse ist so eindeutig, dass eine Einschränkung des Verzehrs von rotem Fleisch/ Fleischprodukten zur Vorbeugung des Kolorektalkarzinoms empfohlen werden kann.

Referenz:
Chan DS et al: Red and processed meat and colorectal cancer incidence: meta-analysis of prospective studies; PloS one. 2011; 6(6) e20456


Kommentar:
Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und dem Kolorektalkarzinom hat man ja bereits schon seit vielen Jahren nachgewiesen. Warum muss dies eigentlich immer wieder neu untersucht werden?

Aus dem Archiv

Herzfrequenzvariabilität und Ernährung

Unter Herzfrequenzvariabilität (HRV) versteht man die Fähigkeit, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern. Eine höhere Anpassungsfähigkeit an Belastungen zeigt sich in einer größeren HRV der Herzfrequenz. Unter chronischer Stressbelastung ist die HRV beeinträchtigt. Eine hohe HRV ist ein Indikator für eine gute Herzgesundheit. US-Wissenschaftler untersuchten in einer Studie den Einfluss von Ernährungsgewohnheiten auf HRV. Dabei wurden Gruppen mit verschiedenen Ernähungsformen gebildet z.B. vegearische Kost, glutenfreie Ernährung, milchfreie Ernährung, freie Nahrungsmittelauswahl. Die Gruppe der Vegetarier zeigte in der Auswertung eine Standardabweichung der R-Intervalle von mehr als 100 Millisekunden, was mit einem niedrigen Risiko für Herzprobleme korreliert. Fast Food hingegen führte in Abhängigkeit von der verzehrten Menge zu einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Probleme mit dem Herzen.

Referenz:
Olivia Murray, Dr. Robert Vick et al.: The Correlation Between Heart Rate Variability and Diet, The FASEB journal vol. 30 no. 1 Supplement 754.2, April 2016

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