«Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.»
(Leo Tolstoi)

Der „Western-Diet-Ernährungstil“ enthält sehr hohe Mengen an tierischen Produkten und wenig Obst und Gemüse. Dadurch kommt es im Laufe des Lebens zu einer Anhäufung von nichtverstoffwechselbaren Anionen und zu einer Übersäuerung, deren Ausmaß mit zunehmendem Alter ansteigt. Die Niere versucht, die Stoffwechselveränderungen infolge Übersäuerung auszugleichen, wodurch es zu größeren Veränderungen in der Urinzusammensetzung kommt, insbesondere auch zu einer vermehrten Calcium-, Stickstoff- und Phosphatausscheidung. Selbst eine geringgradige Übersäuerung führt zu einer Insulinresistenz der Muskulatur, wodurch sich die Stoffwechselveränderungen bei einem Großteil der Bevölkerung voraussagen lassen. Eine hohe Säurebelastung durch die Ernährung erhöht die Wahrscheinlichkeit für Diabetes mellitus, Bluthochdruck und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Ergebnisse aktueller Studien bestätigen einen Zusammenhang zwischen der Insulinresistenz und Markern der Übersäuerung.

Referenz:
Maria M Adeva, Gema Souto: Diet-induced metabolic acidosis; Clinical Nutrition, 9 April 2011



Aus dem Archiv

Prostatakrebs und vegane Ernährung

Das Prostatakarzinom ist das zweithäufigste Karzinom bei Männern. Ein Zusammenhang zu den Ernährungsgewohnheiten war bisher noch unklar. Bei Teilnehmern der Adventist Health Study-2 wurde nun untersucht, wie verschiedene Ernährungsformen sich auf die Prostatakarzinominzidenz auswirkten. Eine vegane Ernährung zeigte einen statistisch signifikanten protektiven Effekt gegen das Prostatakarzinom.

Referenz:
Tantamango-Bartley Y, Knutsen SF et al.: Are strict vegetarians protected against prostate cancer? Am J Clin Nutr. 2015 Nov 11

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