«Jeder normale Mensch, der einmal gesehen hat, wie es im Schlachthaus zugeht, der einmal gesehen hat, wie eine Kuh ausgenommen wird, müßte doch sofort aufhören, Fleisch zu essen.»
(Thomas D)

Nach aktuellen Analysen sind die Weltmeere weit stärker überfischt als offiziell angegeben. Der Kieler Fischereibiologe Reiner Froese geht davon aus, dass 24 Prozent der Fischbestände inzwischen zusammengebrochen sind und nicht nur drei Prozent, wie die FAO behauptet. Ihre Ergebnisse zum Fischbestand veröffentlichten die Forscher des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung (Geomar) in den Fachmagazinen „Marine Policy“ und „Marine Biology“.

Von Wanderfischen wie Aal, Lachs, Finte, Alse oder Stoer sind die Bestände in unseren Gewässern zusammengebrochen oder ganz verschwunden. Kabeljau und Seelachs sind stark überfischt. Der weltweit steigende Fischbedarf für die Zubereitung von Sushi gefährdet wertvolle Bestände. In Tokio wurde kürzlich ein knapp 270 kg schwerer Blauflossen-Thun für mehr als eine halbe Mio. Euro versteigert.

Referenz:
kn-online.de: Überfischung dramatischer als gedacht; 25.03.2012


Aus dem Archiv

Ernährungsmuster und psychische Störungen

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 3.846 Erwachsenen den Einfluss der Ernährungsgewohnheiten auf die psychische Befindlichkeit. Eine Bevorzugung der laktovegetarischen Ernährung hatte einen protektiven Effekt für Depressionen bei Frauen. Der Western-Diet-Ernährungsstil war mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Depressionen bei Männern und für Angststörungen bei normalgewichtigen Studienteilnehmern assoziiert. Bei Frauen war ein häufiger Verzehr von Fastfood mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von psychologischem Disstress verbunden.

Referenz:
Hosseinzadeh M, Vafa M et al.: Empirically derived dietary patterns in relation to psychological disorders; Public Health Nutr. 2015 Jun 10:1-14.

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