«Der menschliche Magen ist kein Friedhof für Tiere.»
(Nina Hagen)

Forellen Joujou pixelio 200Dies ist kein Scherz, vielmehr gibt es zunehmend Bestrebungen, aus Fischen Vegetarier zu machen. Eine Forelle frisst Insekten, vielleicht ein paar Krebse und kleine Fische und soll sich jetzt komplett vegetarisch ernähren. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation FAO hat sich die Fischproduktion in Aquakulturen in den letzen 10 Jahren etwa verdoppelt, auf rund 60. Mio. Tonnen jährlich. Für die Aufzucht von Fischen wird Fischmehl benötigt. Die weltweite Fischproduktion liegt zwischen 4,5 und 7 Mio. Tonnen pro Jahr und lässt sich kaum noch steigern. Aus diesem Grund versucht man, Zuchtfische auf pflanzliche Nahrungsmittel umzugewöhnen, was bei Forellen inzwischen auch gelungen ist.

Ab 1. Juni 2013 dürfen Proteine von Nichtwiederkäuern, also z.B. von Schweinen und Geflügel, wieder an Fische verfüttert werden. Die Schlachtabfälle gelten als eine wertvolle Proteinquelle, die man nicht ungenutzt lassen dürfe. Außerdem will man noch andere Futterquellen erschließen, eine Bakterienart soll Methan als Energiequelle für ihr Wachstum verwerten, Hefekulturen sollen auf Fichten-Spänen wachsen; man will daraus eine Biomasse herstellen, die zu 70 Prozent aus Protein besteht. Geplant ist, diese Futtermasse für Fischfarmen zu nutzen.

Referenz:
Süddeutsche.de, 18.03.2013: Soja für Seezungen, Raps für Lachs

Kommentar:
Jetzt sollen plötzlich Fische Vegetarier werden. Warum forciert man nicht, dass Menschen Vegetarier werden? Dies würde auch die Ausbeutung der Meere verringern, den Klimawandel verlangsamen und das Risiko für zahlreiche Zivilisationskrankheiten vermindern.

 

 

Aus dem Archiv

Fleischprodukte und kolorektales Karzinom

Belgische Wissenschaftler untersuchten, welche Faktoren im Fleisch zu einem erhöhten Tumorrisiko beitragen. Dabei konnten sie feststellen, dass Fleischprodukte, die Nitrit erhielten, bei hohen Zubereitungstemperaturen vermehrt die Bildung von genotoxischen Verbindungen freisetzten. Teilweise konnte eine bis zu neunfache Erhöhung der 4-Hydroxy-2-nonenal-Konzentratioen festgestellt werden.

Referenz:
Van Hecke T, Vossen E et al.: Increased oxidative and nitrosative reactions during digestion could contribute to the association between well-done red meat consumption and colorectal cancer; Food Chem. 2015 Nov 15;187:29-36.

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