«Mitgefühl mit Tieren und ein guter Charakter sind derart eng miteinander verknüpft, daß man mit Gewißheit feststellen kann, daß niemand, der grausam gegen Tiere ist, ein guter Mensch sein kann.»
(Arthur Schopenhauer)

Eine erhöhte Entzündungsaktivität im Darm führt zu einer Fehlfunktion des Stoffwechsels, an der eine Dysbiose der Darmmikroben wesentlich beteiligt ist. Es ist bekannt, dass Pflanzenfasern einen präbiotischen Effekt haben, d.h. sie können ein Ungleichgewicht der Darmbakterien ausgleichen. In einer kleinen Studie koreanischer Wissenschaftler führten sechs übergewichtige Personen mit Typ-2-Diabetes oder Hypertonie eine strenge vegetarische Diät über einen Zeitraum von einem Monat durch. Durch diese Ernährung kam es nicht nur zu einer Verbesserung von Körpergewicht, Trigylceriden, Cholesterin, HbA1c und Blutzucker, sondern auch zu einer günstigen Veränderung in der Zusammensetzung der Darmflora. Potentiell pathogene Keime wie die Enterobakterien nahmen ab, physiologische Darmkeime nahmen zu. Eine vegetarische Ernährung mit einer hohen Zufuhr pflanzlicher Fasern führte also zu einer Verbesserung von Stoffwechselrisikofaktoren und konnte auch zeigen, dass eine vermehrte Zufuhr von pflanzlichen Balaststoffen die Darmflora verändert.

Referenz:
Kim MS et al.: Strict vegtarian diet improves the risk factors associated with metabolic diseases by modulating gut microbiota and reducing intestinal inflammation; Environ Microbiol Rep. 2013 Oct; 5(5): 765-775

Aus dem Archiv

Ernährungsmuster und psychische Störungen

Wissenschaftler aus dem Iran untersuchten bei 3.846 Erwachsenen den Einfluss der Ernährungsgewohnheiten auf die psychische Befindlichkeit. Eine Bevorzugung der laktovegetarischen Ernährung hatte einen protektiven Effekt für Depressionen bei Frauen. Der Western-Diet-Ernährungsstil war mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Depressionen bei Männern und für Angststörungen bei normalgewichtigen Studienteilnehmern assoziiert. Bei Frauen war ein häufiger Verzehr von Fastfood mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von psychologischem Disstress verbunden.

Referenz:
Hosseinzadeh M, Vafa M et al.: Empirically derived dietary patterns in relation to psychological disorders; Public Health Nutr. 2015 Jun 10:1-14.

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