«Mitgefühl mit Tieren und ein guter Charakter sind derart eng miteinander verknüpft, daß man mit Gewißheit feststellen kann, daß niemand, der grausam gegen Tiere ist, ein guter Mensch sein kann.»
(Arthur Schopenhauer)

Die Jugend und das frühe Erwachsenenalter gelten als kritische Periode für die Entwicklung eines Mammakarzinoms. US-Wissenschaftler untersuchten anhand von Daten der  Nurses' Health Study II, wie sich Ernährungsgewohnheiten auf das Brustkrebsrisiko auswirkten. Sie konnten nachweisen, dass ein entzündungsfördernder Ernährungsstil bei jungen Frauen, z.B. eine hohe Zufuhr von Fleischprodukten, Softdrinks und raffinierten Kohlenhydraten und eine niedrige Zufuhr von grünem Gemüse das Risiko für Brustkrebs vor der Menopause erhöhte. Bei postmenopausalem Brustkrebs zeigte sich dieser Zusammenhang nicht.

Referenz:
Harris HR, Willett WC et al.: An Adolescent and Early Adulthood Dietary Pattern Associated with Inflammation and the Incidence of Breast Cancer; Cancer Res. 2017 Mar 1;77(5):1179-1187

Archiv - Studien 2017

Aus dem Archiv

Schleichende Hirnschäden durch Toxoplasmose

Nach Schätzungen von Fachleuten trägt jeder Zweite in Deutschland den Erreger Toxoplasmose gondii in seinem Körper. Die Infektion galt bisher nur für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und für Schwangere als gefährlich. Für rund 90 Prozent der mit Toxoplasmose Angesteckten würde die Infektion keine Folgen haben, so die bisher weitverbreitete Ansicht. Eine Studie des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund ist jetzt zu ganz anderen Ergebnissen gekommen.

Die Wissenschaftler testeten in einer Doppelblindstudie die geistigen Leistungen von über 60-Jährigen. Die eine Hälfte war latent mit Toxoplasmose infiziert, die andere Hälfte nicht. Alle Studienteilnehmer mussten verschiedene Tests zur Erfassung der Hirnleistungsfähigkeit durchführen. Die Toxoplasmose-positiven Probanden schnitten im Arbeitsgedächtnis-Test um 35 Prozent schlechter ab als die Nichtinfizierten. Es zeigten sich auch Unterschiede bei der Bestimmung der Hirnströme. Nach Auffassung der Forscher lassen die Ergebnisse den Schluss zu, dass eine latente Infektion mit Toxoplasma gondii zu Spätfolgen im Gehirn führen könne. Geplant sind nun Folgestudien zur Klärung der Frage, ob es einen Zusammenhang von Toxoplasmose und Demenz gibt. Eine Toxoplasmoseansteckung erfolgt u.a. auch durch den Verzehr von rohem Fleisch oder entsprechenden Fleischprodukten oder von nicht durchgegartem Fleisch.

Referenz:
scinexx.de, 25.10.2016: Schleichende Hirnschäden durch Toxoplasmose?

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