«Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müßte, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.»
(Christian Morgenstern)

Forscher aus Italien und Spanien untersuchten bei Teilnehmern der SUN prospective cohort study den Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und Ernährungsgewohnheiten. Sie konnten in einer Studie bei Personen über 45 Jahre mit hohem Bildungsgrad nachweisen, dass ein hoher Verzehr von Fleisch und Fleischprodukten im Vergleich zu einem niedrigen Konsum die Gesamtsterblichkeit erhöhte. Es zeigte sich aber kein Zusammenhang zwischen Sterblichkeit und der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren. Ernährungsrichtlinien sollten also spezifisch eine Einschränkung des Fleischkonsums beinhalten und sich nicht auf eine Einschränkung der Aufnahme von gesättigten Fettsäuren beschränken.

Referenz:
Dominguez LJ , Bes-Rastrollo M et al.: Should we recommend reductions in saturated fat intake or in red/processed meat consumption? The SUN prospective cohort study; Clin Nutr. 2017 Jun 19. pii: S0261-5614(17)30224-8

Archiv - Studien 2017

Aus dem Archiv

Ernährung und Darmflora

In einem Übersichtsartikel beschäftigten sich zwei US-amerikanische Wissenschaftler mit der Frage möglicher gesundheitlicher Vorteile der veganen Ernährung. Sie stellten fest, dass Veganer eine Zusammensetzung der Darmflora aufweisen, die sich relativ stark von denen der Mischköstler unterscheidet. Kennzeichen dieser Darmflora sind ein vermindertes Vorkommen von Pathobionten und ein vermehrtes Auftreten günstiger und protektiver Bakterienstämme. Daraus ergäbe sich dann eine verminderte Entzündungsaktivität.

Referenz:
Glick-Bauer M, Yeh MC: The health advantage of a vegan diet: exploring the gut microbiota connection; Nutrients. 2014 Oct 31;6(11):4822-38

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