«Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.»
(Albert Einstein)

Schwedische Forscher untersuchten bei Vegetariern und Nicht-Vegetariern die Stabilität des Genoms in unreifen roten Blutkörperchen, so genannten Retikulozyten. Dabei wurden bei den Vegetariern im Vergleich zu den Mischköstlern wesentlich weniger Micronuclei gemessen. Je weniger Micronuclei, desto stabiler ist das Erbgut. Durch eine vegetarische Ernährung kann also bei gesunden Personen die Stabilität des Genoms verbessert werden.

Wie US-Wissenschaftler herausgefunden haben, erhöhte eine Ernährung mit einem hohen Anteil an tierischen Produkten das Auftreten von galletoleranten Mikroorganismen und verminderte die Zahl der Firmicutes, die pflanzliche Polysaccharide verstoffwechseln können. Bei einer Ernährung mit einem hohen Anteil tierischer Produkte kommt es auch zu einem vermehrten Auftreten von Bilophila wadsworthia, einem Keim, der entzündliche Reaktionen im Darm fördert. Die Studie der US-Wissenschaftler konnte auch nachweisen, dass sich die Darmflora in relativ kurzer Zeit auf eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten einstellen kann.

US-Wissenschaftler publizierten im Februar 2015, dass sowohl die vegane wie auch die vegetarische und auch eine so genannte pesco-vegetarische Ernährung die Entzündungsaktivität im Körper verminderte.

Anmerkung:
In den letzten Jahren ist eine erhebliche Aufweichung des Begriffes vegetarisch festzustellen. Fischesser werden zum Beispiel nicht den Mischköstlern zugerechnet, sondern als pesco-vegetarisch bezeichnet. Wer noch ab und zu Fleisch ist, gilt als nicht als Mischköstler, sondern als Semi-Vegetarier.

Referenzen:

  • Kotova N, Frostne C et al.: Differences in micronucleus frequency and acrylamide adduct levels with hemoglobin between vegetarians and non-vegetarians. Eur J Nutr. 2014 Nov 16.
  • David LA, Maurice CF et al.: Diet rapidly and reproducibly alters the human gut microbiome. Nature. 2014 Jan 23;505(7484):559-63.
  • Turner-McGrievy GM, Wirth MD et al.: Randomization to plant-based dietary approaches leads to larger short-term improvements in Dietary Inflammatory Index scores and macronutrient intake compared with diets that contain meat. Nutr Res. 2015 Feb;35(2):97-106.

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Der Fisch-Mythos

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Viele Verbraucher und Angehörige der Heilberufe sehen im Verzehr von Fisch eine gesündere Alternative zu Fleisch und Wurst. Zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird sogar empfohlen, zweimal die Woche Fisch zu essen oder Fischölkapseln einzunehmen.

Ist dieses positive „Fisch-Image“ tatsächlich berechtigt? Zur Beantwortung dieser Frage sollte man folgendes wissen: Fische bestehen hauptsächlich aus Fett und Eiweiß, wobei der Fettgehalt bis zu 60 % betragen kann. Fische enthalten keine Kohlenhydrate, keine Nahrungsfasern und kein Vitamin C. Wie alle tierischen Produkte enthalten Fische größere Mengen Cholesterin: Bei Makrelen sind es 95 mg Cholesterin pro 100 g Körpergewicht, bei Thunfische immerhin 63 mg/ 100 g.

Wenn der Cholesteringehalt auf den Kaloriengehalt bezogen wird, so zeigt sich, dass Fisch mit 50 mg/ 100 Kcal weit mehr Cholesterin enthält als Schweinefleisch (24 mg/ 100 Kcal) und Rindfleisch (29 mg/ 100 Kcal).

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