«Wie kann man nur irgend etwas essen, das Augen hat!»
(Will Kellogg)

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Etwa 70 Prozent der aus Lebensmitteln aufgenommenen Dioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB) erfolgen über den Verzehr von tierischen Lebensmitteln wie Eier, Milch, Milchprodukte, Geflügel, Rind und Schweinefleisch. Obwohl die Dioxin- und PCB-Freisetzung in die Umwelt in den letzten Jahren 20 Jahren deutlich rückgängig ist, zeigt sich diese Tendenz nicht unbedingt durch eine Verringerung der Schadstoffgehalte in allen Lebensmittelgruppen.

Der Grund ist neben einer Neubelastung, dass diese Schadstoffe als Altlasten noch in den Böden und Sedimenten enthalten sein können. Betroffen ist vor allem der Grund von Gewässern wie Flüsse. Über wild lebende Flussfische können über die Nahrungskette immer noch erhebliche Mengen an Dioxinen und PCB aufgenommen werden. Gewarnt wird auch vor einer Dioxin- und PCB-Belastung in Dorschleber sowie in der Leber von Lämmern, Schafen und Wild. Generell warnt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit vor dem Verzehr von Innereien wild lebender Tiere wie Hasen, Rehe und Wildschweine, da diese erheblich mit Schwermetallen und Schadstoffen wie Dioxinen und PCB kontaminiert sein können.

Knapp 30 Jahren nach dem Atomunglück von Tschernobyl sind immer noch viele Wildschweine in Bayern und Thüringen extrem radioaktiv belastet. Teilweise wird der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm um mehr als das Zehnfache überschritten.


Referenzen:
•    vz-nrw.de: Dioxin in Lebensmitteln: Vor allem tierische Produtke belastet
•    bmub.bund.de, 06.10.2014: Dioxine und PCB
•    bmub.bund.de, 23.03.2015: Verbrauchertipps Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
•    thueringer-allgemenie, 16.08.2014: Jahrzehnte nach Tschernobyl - Viele Wildschweine in Thüringen radioaktiv belastet
•    focus.de, 25.04.2015: ild und Pilze in Bayern strahlen weiter radioaktiv

Archiv - Meldungen

Aus dem Archiv

Überfischung ist stärker, als bisher angenommen

Wissenschaftler der University of British Columbia in Vancouver publizierten, dass das tatsächliche Ausmaß der Überfischung weit über die Zahlen der FAO hinausgeht. Zu diesem Zweck haben Forscher die Fangzahlen der vergangenen 60 Jahre herangezogen, unter Verwendung einer Vielzahl anderer Quellen. Das Ergebnis ihrer Analyse zeigte, dass in der Vergangenheit viele Länder deutlich mehr Fisch aus dem Meer entnommen haben, als sie bisher annahmen.
Die weltweiten Fangzahlen zwischen 1950 und 2010 seien insgesamt um mehr als die Hälfte unterschätzt worden. Auf der Basis dieser Berechnungen ist davon auszugehen, dass jedes Jahr etwa 32 Mio. Tonnen Fisch gefangen werden, von denen offiziell niemand weiß.

Es ist auch davon auszugehen, dass die Fangmengen deutlich schneller zurückgehen, als die FAO angibt. Grund hierfür ist aber nicht eine Einsicht oder ein Bewusstsein für den Tierschutz, sondern ein starker Rückgang der Bestände.

Für den Rückgang der Fischbestände sind auch die Europäer in hohem Maße verantwortlich. Die Europäische Union ist mit einem Anteil von 24 Prozent am Weltmarkt der größte Nettoimporteur von Fisch. Nur 44 Prozent des in Europa konsumierten Fisches stammen aus europäischen Gewässern.
Pro Jahr verspeisen allein die Deutschen 14 kg Fisch pro Kopf. Um auf eine nachhaltige Menge zu kommen, müsste die Menge auf etwa 8 kg pro Kopf begrenzt werden.

Referenzen:

  • zeit.de 19.01.2016: Wir essen die Weltmeere leer
  • welt.de, 14.01.2016: Wie die Ernährung Depressionen beeinflusst


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