«Wenn Schlachthäuser Glaswände hätten, würden alle Menschen vegetarisch leben»
(Paul McCartney)

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Etwa 70 Prozent der aus Lebensmitteln aufgenommenen Dioxine und Polychlorierte Biphenyle (PCB) erfolgen über den Verzehr von tierischen Lebensmitteln wie Eier, Milch, Milchprodukte, Geflügel, Rind und Schweinefleisch. Obwohl die Dioxin- und PCB-Freisetzung in die Umwelt in den letzten Jahren 20 Jahren deutlich rückgängig ist, zeigt sich diese Tendenz nicht unbedingt durch eine Verringerung der Schadstoffgehalte in allen Lebensmittelgruppen.

Der Grund ist neben einer Neubelastung, dass diese Schadstoffe als Altlasten noch in den Böden und Sedimenten enthalten sein können. Betroffen ist vor allem der Grund von Gewässern wie Flüsse. Über wild lebende Flussfische können über die Nahrungskette immer noch erhebliche Mengen an Dioxinen und PCB aufgenommen werden. Gewarnt wird auch vor einer Dioxin- und PCB-Belastung in Dorschleber sowie in der Leber von Lämmern, Schafen und Wild. Generell warnt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit vor dem Verzehr von Innereien wild lebender Tiere wie Hasen, Rehe und Wildschweine, da diese erheblich mit Schwermetallen und Schadstoffen wie Dioxinen und PCB kontaminiert sein können.

Knapp 30 Jahren nach dem Atomunglück von Tschernobyl sind immer noch viele Wildschweine in Bayern und Thüringen extrem radioaktiv belastet. Teilweise wird der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm um mehr als das Zehnfache überschritten.


Referenzen:
•    vz-nrw.de: Dioxin in Lebensmitteln: Vor allem tierische Produtke belastet
•    bmub.bund.de, 06.10.2014: Dioxine und PCB
•    bmub.bund.de, 23.03.2015: Verbrauchertipps Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
•    thueringer-allgemenie, 16.08.2014: Jahrzehnte nach Tschernobyl - Viele Wildschweine in Thüringen radioaktiv belastet
•    focus.de, 25.04.2015: ild und Pilze in Bayern strahlen weiter radioaktiv

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