«Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müßte, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.»
(Christian Morgenstern)

Immer wieder wird behauptet, dass Omega-3-Fettsäuren gut für das Gehirn seien und einem Gedächtnisschwund entgegenwirken könnten. In einer Studie in Großbritannien erhielten 867 Teilnehmer zwischen 70 und 80 Jahren hochdosiert Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln, eine Kontrollgruppe ein entsprechendes Placebopräparat.

Zu Beginn und am Ende der zwei Jahre dauernden Studie wurde die kognitive Leistungsfähigkeit aller Teilnehmer mit einer Reihe von standardisierten Gedächtnis- und Konzentrationstests geprüft.
Nach zwei Jahren hatten die Teilnehmer in der Fischölgruppe deutlich höhere Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren als die Placebogruppe. Die kognitiven Leistungen wurden dadurch allerdings nicht beeinflusst. Es gab keine Unterschiede zwischen der Fischöl- und der Placebogruppe und auch kein Anzeichen für eine Verbesserung der Leistungen bei den Omega-3-Probanden.

Referenz:
Scinexx.de: Omega-3-Fettsäuren wirken nicht fürs Gedächtnis; 23.04.2010


Aus dem Archiv

Stärke wichtig für das Gehirn

Seit vielen Jahren erfreut sich ja die sogenannte Steinzeitdiät wachsender Beliebtheit bei gleichzeitiger Ablehnung des Kohlenhydratkonsums. Es gibt die Ansicht, mehr Fleisch habe den Menschen früher das größere Gehirn ermöglicht. Wissenschaftler aus Spanien haben jetzt völlig andere Argumente publiziert. Verschiedene archäologische, anthropologische, genetische, physiologische und anatomische Details würden darauf hindeuten, dass Kohlenhydrate, insbesondere Stärke, einen wichtigen Anteil an der schnellen Entwicklung des menschlichen Gehirns hatte. Den Forschern zufolge ist Stärke die beste Quelle für Glucose. Die zentrale Bedeutung der Stärke werde auch dadurch unterstrichen, dass das Enzym Amylase im Menschen durchschnittlich gleich sechsmal im Erbgut codiert ist. Dieser Zuwachs an Amylasegenen erhöhte die für das Gehirn verfügbare Glucose, insbesondere während der Entwicklung im Mutterleib.

Referenz:
scinexx.de, 07.08.2015: Frühmenschen: Schlau durch Stärke?

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