«Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.»
(Pythagoras)

Es gibt schon länger zunehmende Beweise, dass der Verzehr von rotem Fleisch in Abhängigkeit von der Zubereitungsform das Risiko für die Koronare Herzkrankheit (KHK) und Typ-2-Diabetes beeinflusst. Wissenschaftler der Harvard School of Public Health untersuchten in einer Metaanalyse den Einfluss von unverarbeitetem roten Fleisch und von Fleischprodukten auf KHK und Diabetes.
Der Verzehr von Fleischprodukten erhöhte das Risiko für KHK. Beim Frischfleisch wurde nur ein geringer Anstieg des Krankheitsrisikos nachgewiesen. Sowohl frisches Fleisch als auch Fleischprodukte waren mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert, wobei auch hier von Fleischprodukten das größere Risiko ausging. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass weder Fleisch noch Fleischprodukte hinsichtlich der kardiometabolischen Gesundheit einen günstigen Effekt haben.

Referenz:
Micha R et al.: Unprocessed red and processed meats and risk of coronary artery disease and type 2 diabetes – An updated review of the evidence; Curr Atheroscler Rep. 2012 Sep

Aus dem Archiv

Verzehr von Hai- und Rochenfleisch steigt an

Hai Margit Vltz 470

Wie der WWF im Februar 2016 mitteilte, ist etwa ein Viertel der Hai- und Rochenarten vom Aussterben bedroht. Nach neuesten Erkenntnissen ist nicht nur die Nachfrage nach Haifischflossen ein Grund für die Überfischung von Haien, sondern auch der wachsende Handel mit Hai- und Rochenfleisch. Es wird heute doppelt so viel Fleisch von Hai und Rochen gehandelt wie in den neunziger Jahren. Haifischflossen sind in China als Luxusprodukt gefragt. Haifleisch steht inzwischen auch in Spanien, Portugal und Italien auf dem Speisezettel. Die EU-Fischereiflotte fängt weltweit die meisten Haie und Rochen, gehört zu den größten Akteuren im Handel mit Haifleisch, Haiflossen und Haiöl.

Zwischen 1950 und 2003 stiegen die jährlichen Haifischfänge weltweit von etwa 273.000 auf fast 900.000 Tonnen.

Kommentar:
Die europäischen Staaten gehören zu den reichsten Staaten der Erde und sind nicht auf Fisch als Eiweißquelle angewiesen. Außerdem wollen diese Staaten gerne Vorreiter in Sachen Naturschutz, Klimaschutz und Artenschutz sein. Deshalb ist es umso schockierender, dass ausgerechnet die Europäer Vorreiter bei der Überfischung und Ausrottung mariner Lebewesen sind.

Referenz:
wwf.de: WWF: EU ist größter Player im internationalen Hai-Handel. / Globale Zehn-Jahres-Strategie: Ein Viertel der Hai und Rochenarten vom Aussterben bedroht; 17. Februar 2016

 

Go to top