«Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chancen auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.»
(Albert Einstein)

Der Nobelpreisträger Zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum publizierte einen Artikel zur Frage, welche Faktoren beim Fleischkonsum das Tumorrisiko erhöhen. Das kolorektale Karzinom tritt besonders in den Gegenden mit einem hohen Rindfleischkonsum auf. Länder mit einem geringen Rindfleischkonsum, z.B. Indien, haben niedrige Raten des kolorekatalen Karzinoms. In China wird hauptsächlich Schweinefleisch verzehrt - mit einem mittelgroßen Risiko für das kolorektale Karzinom. 1970 kam es in Japan und 1990 in Korea zu einem deutlichen Anstieg des kolorektalen Karzinoms. In dieser Zeit wurde der Verzehr von halbgarem Rindfleisch besonders populär. Die vorhandenen Daten erlauben die Interpretation, dass ein spezifischer Rindfleischfaktor, z.B. ein onkogener Rindervirus, die Rindfleischzubereitungen kontaminiert und zu latenten Infektionen im Darmtrakt führt. Bisher wurden ausschließlich chemische Karzinogene, die sich beim Zubereitungsprozess bilden, verantwortlich gemacht. Fisch- oder Geflügelkonsum über viele Jahre erhöhte aber nicht das Risiko für das kolorektale Karzinom, obwohl ähnliche oder gar höhere Konzentrationen chemischer Karzinogene beim Kochprozess entstehen.

Referenz:
Zur Hausen H: Red meat consumption and cancer: Reason to suspect involvement of bovine infectious factors in colorectal cancer; Int J Cancer. 2011 Dec 31

Aus dem Archiv

Position der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur veganen Ernährung

Kind Mutter 470

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat ein Positionspapier zur veganen Ernährung publiziert. In ihrem Fazit betont die DGE, dass bei einer veganen Ernährung eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich sei. Eine vegane Ernährung in der Schwangerschaft und in der Stillzeit sowie im gesamten Kindes- und Jugendalter wird von der DGE nicht empfohlen. Eine vegane Ernährung sei nur dann bedarfsdeckend möglich bei Einhaltung folgender Punkte:

  • dauerhafte Einnahme eines Vitamin-B12-Präparates,
  • gezielte Zufuhr nährstoffdichter Lebensmittel,
  • ärztliche Überprüfung der Nährstoffversorgung,
  • Beratung durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft.
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