«Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit echt und ernst gemeint ist.»
(Leo Tolstoi)

Proteinreiche Diäten zeigten einen positiven Kurzzeiteffekt auf Gewichtsreduktion und Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Allerdings gibt es bisher noch wenig Daten, wie die Makronährstoffzusammensetzung das Langzeitrisiko für Typ-2-Diabetes beeinflusst. In einer großen schwedischen Studie mit 27.140 Teilnehmern wurde dieser Zusammenhang untersucht. Innerhalb eines Beobachtungszeitraums von 12 Jahren wurden 1.709 Fälle von Dyp-2-Diabetes identifiziert. Eine hohe Proteinzufuhr war mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden. Auch eine hohe Zufuhr von verarbeiteten Fleischprodukten und Eiern war mit einem erhöhten Diabetesrisiko verbunden. Ballaststoffreiche Brotsorten und Getreideprodukte verminderten das Risiko für Typ-2-Diabetes. Die Autoren der Studie empfehlen den Austausch von Protein gegen Kohlenhydrate, speziell ballaststoffreiche Brotsorten und Getreideprodukte.

Referenz:
Ericson U et al.: High intakes of protein and processed meat associade with increased incidence of type 2 diabetes; Br J Nutr. 2012 Aug 1: 1-11

Aus dem Archiv

Arginin im Fleisch erhöht oxidativen Stress

Rotes Fleisch 200Wissenschaftler aus Brasilien untersuchten Parameter des oxidativen Stresses und stellten diese in Beziehung zur Fleischaufnahme. Sie konnten nachweisen, dass die Konzentrationen von Malondialdehyd mit dem Fleischverzehr assoziiert waren sowie mit der Proteinaufnahme durch Fleisch und der Argininaufnahme durch Fleisch. Oxidativer Stress gilt als ein Hauptverursacher altersassoziierter Erkrankungen.

Referenz.
Aline Martins de Carvalho, M.Sc. Antonio Anax Falcão de Oliveira et al.: Arginine intake is associated with oxidative stress in a general population; Nutrition; DOI:http://dx.doi.org/10.1016/j.nut.2016.07.005

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