«Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben.»
(Leo Tolstoi)

Französische Fachärzte für Nierenerkrankungen nahmen in einem Fachartikel Stellung zur vegetarischen Ernährung bei Nierenerkrankungen. Eine Verminderung der Aufnahme tierischer Proteine sowie ein vermehrter Konsum von pflanzlichen Produkten könne das kardiovaskuläre Risikoprofil und die Sterblichkeit beeinflussen. Bezüglich der Nierenerkrankungen ist besonders wichtig, dass in pflanzlichen Proteinen weniger Phosphate vorkommen. Problematisch kann es nur werden, wenn bei einer vegetarischen Ernährung die Protein- und Energiezufuhr zu niedrig ist.

Referenz:
Chauveau P et al: Vegetarianism: Advantages and drackbacks in patients with chronic kidney diseases; J Ren Nutr. 2013 Sep 23

Aus dem Archiv

Plastikteilchen in Speisefischen

In der Nord- und Ostsee schwimmen unsäglich viele winzige Plastikteilchen. Biologen vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhafen konnten jetzt nachweisen, dass diese Plastikteilchen auch von Fischen aufgenommen werden und sozusagen über die Speisefische auch in den Menschen gelangen können.

Die Forscher haben in zwei Studien den Mageninhalt und Verdauungstrakt von 290 Fischen aus Nord- und Ostsee untersucht. Sie stellten fest, dass die Makrelen deutlich häufiger Mikroplastik verschlucken als Fische, die in Bodennähe leben, wie z.B. die Flunder.

In einer zweiten Studie wurde untersucht, ob Pflanzenfresser, wie die gemeine Strandschnecke, Mikroplastik aufnehmen. Die Schnecken fraßen das Plastik einfach mit, schieden es aber fast vollständig wieder aus. Es ist noch nicht klar, ob die Plastikpartikel in den Verdauungsorganen gesundheitsschädlich sind. Denkbar ist, dass sich im Fischdarm schädliche Chemikalien aus diem Kunststoff lösen und dadurch in den Körper des Tieres gelangen könnten.

Referenz:
spiegel.de, 11. Januar 2016: Forscher weisen Plastik in Speisefischen nach

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